Reich Gottes bauen
Manches Gesetz in einem anderen Land wirkt für unsere Rechtskultur in Deutschland befremdlich. Die kanadischen Gesetze sind jedoch noch recht moderat gegen das Reich Gottes, das auch seine eigenen Gesetzmäßigkeiten hat.
Ein wichtiges Ziel der kanadischen Regierung ist es, das Grubenwesen zu fördern. Deshalb kann jeder Schürfrechte beantragen und Claims abstecken. Selbst auf Grundstücken, die anderen Personen gehören.
Findet derjenige, der die Schürfrechte beantragt hat zum Beispiel Gold auf einem fremden Grundstück, kann er dieses Recht an dem Edelmetallvorkommen an ein Unternehmen verkaufen. Der Grundstückseigentümer wird dann nur in einem relativ geringen Umfang entschädigt.
Wichtiger als die Bodenbesitzrechte sind in Kanada augenscheinlich die Erschließung neuer Gruben zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Vielleicht historisch gewachsen aus dem Umstand heraus, dass für die wirtschaftliche Entwicklung Gruben eine herausragende Bedeutung haben und Land in Hülle und Fülle vorhanden ist.
Das Reich Gottes widerspricht noch stärker unserem urdeutschen Emfpinden als die kanadische Betrachtungsweise.
Über das Reich Gottes heisst es zum Beispiel in der Bibel:
Der eine sät, ein anderer erntet. Einer arbeitet den ganzen Tag, der andere nur eine Stunde und beide bekommen den gleichen Lohn. Am Ende des Tages ist es dann so, dass wir nur Knechte sind, die für ihre Arbeit keinen extra Lob erwarten sollen. Wir haben nur die Arbeit getan, die uns aufgetragen wurde. Es ist eben das Reich Gottes und nicht das Fürstentum eines Menschen.
Wir sind zu Gottes Ehre da und nicht umgekehrt. Ziel des Reich Gottes ist, dass Menschen (Neu-) Bürger dieses Reiches werden, um Gott die Ehre geben zu können. Aus dieser Perspektive machen die von Gott gesetzten Standards Sinn.
Historisch vielleicht auch verständlich, wenn wir die menschliche Existenz Jesu nachzeichnen: Sein erstes Bett war eine Futterkrippe, er hatte keine politische Bedeutung, sondern im wesentlichen nur 12 Vertraute, denen er auch noch die Füße gewaschen hat. Am Ende wurde Jesus gekreuzigt, um unsere Erlösung zu bewirken.
Erlösung scheint für das Reich Gottes wichtiger zu sein als “unsere Eigentumsrechte”. Jesus hat es nicht nicht als Raub bewertet, dass er seine ihm zustehenden Rechte aufgegeben hat, um diese Erlösung für uns zu erwirken. Aufgabengebiete und Menschen, die auf Erlösung warten, gibt es wohl im Überfluss.
Fordere von mir Nationen
Auf der anderen Seite heisst es in Psalm 2, dass wir Nationen von Gott fordern können. Und Gott wird uns Verantwortung für diese Regionen geben, wenn wir entschlossen genug darum bitten. An vielen Psalmstellen und auch besonders im Johannesevangelium wird deutlich, dass Gott uns ehren möchte, wenn wir nicht falsche Ehre von Menschen suchen. Er wird uns Gebiete zur Verwaltung zuteilen und uns Ehre geben. An mehreren Stellen sagt Jesus, dass wenn wir treu sind und unsere “Lampen nicht ausgehen lassen” Gott uns als Verwalter einsetzen wird (vgl. Lk 11).
Weil Gott weiss, dass es uns schwer fällt, richtig mit Ehre umzugehen, gibt er bildlich gesprochen seine Kraft in uns als irdene Gefässe, die immer wieder mal zerbrechen können. Er gibt seine Kraft auch nicht nur einer einzelnen “wichtigen” Person, sondern er gibt sie uns als Team. Er sieht uns als Glieder eines Leibes. Zu diesem Leib gehören Menschen, Werke, Dienste und Gemeinden jeglicher Couleur und Größe. Jedes Glied hat eine bestimmte Aufgabe. Im Reich Gottes herrscht kein chaotisches Durcheinander. Chaos entsteht nur, wenn wir unserem menschlichen “Fleisch” zu viel Raum lassen.
Anstand und Ehre
Ordnet einander unter. Dies ist eine der Voraussetzungen in Epheser für den Wandel im Geist. Vielleicht sagst du auch mal zu einem Freund, wie ich vor kurzem hier in Berlin: Du bist Lehrer in Gott, ich ordne mich dir in deiner Gabe unter. Sein Tag war “gerettet”, weil er den Ernst in den Worten spürte. Gott hat ihn durch meine Worte geehrt.
Nur wenn wir dicht am Heiligen Geist sind, können wir diesen Spagat zwischen unserem von Gott gegebenen Gebiet und dem Faktum, dass uns kein Fürstentum im Reich Gottes gehört, hinbekommen.
Nur wenn wir es schon vorher erlebt haben, dass Gott unsere Bedürfnisse nach Ehre, Liebe und Anerkennung gesättigt hat, können wir auf unproduktives Konkurrenzdenken verzichten. Dies setzt voraus, dass wir Zeit, viel Zeit vor Gott verbringen, Psalmen singen, das Wort Gottes in uns pflanzen. Eben das ganze Programm in Epheser 5, 15-21. Nur wenn wir derart aufgetankt sind, können wir taktvoll gegenüber anderen Reichgottesmitarbeitern sein.
Dies gelingt uns sicherlich nicht an jedem Tag zu jedem Zeitpunkt.
Wenn wir dies erkennen, merken wir wieder einmal, dass wir nur irdene Gefäße sind, die mit der Herrlichkeit, Kraft und Heiligkeit Gottes gefüllt werden. Der beste Ausgangspunkt, um zu merken, dass wir auf Gottes Gnade angewiesen sind und dies auch anderen zugestehen sollten. Dies Gnade festigt unser Herz immer mehr, wie es in der Bibel heisst.
Wem gehört die Ehre? – Reich Gottes bauen am Beispiel der Gründung einer Hauskirche in Deutschland
Gott redet mit N. Hauskirche zu gründen
N. weiss nicht wie anfangen, nichts tut sich. N. tippt verzweifelt in den Computer: Wo sind die Missionare und findet die Für-Gott-Seite.
G. und N. lernen sich dadurch am Telefon kennen. Beide beten dafür, dass Hauskirche entsteht und proklamieren dies im Gebet: Danke, dass jetzt Hauskirche entsteht.
Beide planen, dass N. eine Seminarreihe in ihrer Wohnung veranstaltet und Leute aus der Stadt einlädt. Doch es fehlen noch gleichgesinnte Menschen, die sie dabei unterstützen können bzw. einfach mit dabei sind.
Irgendwie lernen sich in der folgenden Woche H. und N. kennen. H. will gemeinsam mit seiner Frau zu N. kommen und an der Hauskirche teilnehmen.
G. weiss davon nichts und kennt auch H. nicht. Doch genau in dieser Woche wird er nachts um 12 Uhr von einer ihm unbekannten M. angerufen. Vielleicht sollten wir dazusagen, dass N. recht weit von G. entfernt wohnt und selbst H. eine Autostunde von N. entfernt ist. M. braucht Hilfe und kennt keine Christen und hat keine Gemeinde.
G. sucht jemand, der persönlich mit M. vor Ort sprechen könnte. Er bekommt von S. vom anderen Ende der Republik eine Telefonnummer. Die Nummer von H. Beim Anruf bei H. erfährt G. überrascht, dass dieser mit N. gemeinsam die Hauskirche starten wird. Sie vereinbaren, dass H. mit M. Kontakt aufnimmt, um den sie zuvor gebeten hatte.
Die Woche darauf erfährt G. wiederum erstaunt, dass H. seine Frau, N. und auch M. gemeinsam Hauskirche gemacht haben. M. erlebt im gemeinsamen Gebet ein Stück innere Heilung. Unter vielen Tränen kann sie Verletzungen abgeben.
Dieses Beispiel ist wirklich passiert. Ich frage mich, wer von den Beteiligten die Ehre für sich beanspruchen kann? Ich denke, dass sie Gott gebührt.
Der Name von Für-Gott ist gleichzeitig das wichtigste Trainingsprogramm für jemand, der Missionar werden möchte. Wir arbeiten alle (nur) für Gott.
Melde dich bei uns, wenn du dich dieser Herausforderung stellen möchtest.




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