Ich hatte mal einen Freund, der meinem Vater überhaupt nicht gefiel. Er gefiel ihm nicht, weil er sich benahm wie ein Aufschneider, weil er unehrlich war und von seinem Wesen her eigentlich das krasse Gegenteil von meinem Vater. Aber ich brachte ihn mit nach Hause. Ich war in ihn verliebt. Ich kannte seine Macken, aber ich hoffte, dass er sich ändern würde. Ich bat meinen Vater nicht nur, ihn mit nach Hause bringen zu dürfen, ihn mit uns am Tisch sitzen zu lassen, ihn zu Familienfeiern mitnehmen zu dürfen, nein: ich bat ihn sogar, ihn bei uns einziehen zu lassen. Und mein Vater baute den Keller aus!! Er nahm ihn in gewisser Weise in seinen Fürsorge-Bereich auf. Man muss vielleicht dazu erwähnen, dass mein Vater alles andere als ein schwaches Durchsetzungsvermögen hatte. Er tat es mirzuliebe!
Mit Gott ist es eigentlich ähnlich!
Auch er mag unsere aufschneiderischen, unehrlichen Wesenszüge nicht. Er kann sich nicht mit uns eins machen, weil er vom Wesen her so anders ist als wir. Er ist heilig, wir sind sündig. Viele Dinge, die wir tun und die wir sogar für normal halten, findet Gott abscheulich.Wenn wir mit Gott an einem Tisch sitzen, in seine Familie aufgenommen werden und in sein Haus einziehen wollen, brauchen wir auch einen Fürsprecher. Jemanden, der unsere Fehler kennt und trotzdem nie aufhört zu hoffen, dass wir uns ändern. Und der einzige, der das für uns tun kann, ist Gottes Sohn. Ihmzuliebe wird Gott uns in seinen Fürsorge-Bereich aufnehmen und sogar eine Wohnung für uns ausbauen:
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. // Epheser 2,19
Durch ihn (Jesus Christus) werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. // Epheser 2,22
Es liegt wirklich an uns, uns auf die Liebe einzulassen, die Gottes Sohn für uns hat, und in Beziehung mit ihm zu treten.
