1. Welches Erlebnis verbindet dich besonders mit deiner Heimatregion? Was ist dein Lieblingsplatz?
Da ich erst im August nach Hannover gezogen bin, kenne ich noch nicht diese Ecken, die man UNBEDINGT gesehen haben muss. Dennoch haben mein Mann und ich jetzt das Wandern für uns entdeckt… Da möge einer jetzt sicher denken: wie öde!… Ja, ging mir bis vor Kurzem auch nicht anders, aber man kann sich beim Spazierengehen einfach wunderbar unterhalten über und auch mit Gott ohne, dass man gleich wieder vom Computer, dem Telefon oder der noch liegen gebliebenen Hausarbeit abgelenkt wird. Am schönsten fand ich bisher die Eilenriede, der Stadtwald in Hannover. Als nächstes wollen wir den Maschsee begutachten. Ich hab mir aber sagen lassen, dass die Herrenhäuser Gärten sehr schön sein sollen. Also wie man merkt, kann ich mich noch nicht für einen Lieblingsplatz entscheiden…
2. Hast du ein Lieblingsgericht und ein Lieblingsbuch?
Ich esse gern alle Arten von Nudeln. Bei uns Zuhause gab es bestimmt mindestens einmal in der Woche welche und ich war manchmal wirklich enttäuscht, wenn ich mit großem Heißhunger auf Nudeln von der Schule nach Hause kam und dann nur Kartoffeln im Kochtopf vorfand…
Ich lese gern die Bücher von Cécilia Ahern. Aber ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich sogar Spaß am Bibellesen finden könnte.
3. An welche Worte deiner Eltern erinnerst du dich am besten? – Wie waren deine Eltern?
Ich liebe dich und bin stolz auf dich. Das sind die Worte, die mir bei meinem Vater hängen geblieben sind, weil er früher zumindestens eher mit solchen Worten gespart hat.
Dennoch muss ich sagen, hatte ich die beste Kindheit, die man nur haben kann. Meine Eltern haben mir immer alles gegeben, was ich brauchte und sogar darüber hinaus. Ich habe immer genügend Liebe, Zuwendung und Geborgenheit verspürt und bin dafür sehr dankbar.
4. Was waren die wichtigsten Stationen in deinem Leben? Was waren konkrete, prägende Erlebnisse und Erfahrungen?
Taufe, Abitur, Hochzeit
5. Gab es besondere Glücksmomente oder Schicksalsschläge in deinem Leben? Wie würdest du diese beschreiben. Was hat dir bei der Verarbeitung geholfen?
Mein Mann hatte 2009, wir waren noch nicht mal ein Jahr verheiratet, die Diagnose Krebs bekommen… Da mussten wir erstmal schlucken. Wir haben die Welt nicht mehr verstanden und vor allem haben wir Gott auch nicht verstanden.
Wie konnte das sein, dass gerade uns, gerade meinem Mann, so etwas passieren musste?!
Es war eine harte Zeit und ich denke auch nicht gern daran zurück. Ich frage mich auch heute, mit welchem Zweck das geschehen musste. Aber mir ist klar, dass bei allem Leid, das uns widerfährt, Gott immer mit dabei ist, uns immer nur so viel auflädt, wie wir tragen können und wir nicht fragen müssen: WARUM? Sondern: WOZU? Und wenn wir fest vertrauen, auch so manch schwere Dinge überwinden können. So hat mir das Beten sehr viel geholfen, die Dinge zu verarbeiten. Man spürt wirklich, wie man die Last bei Gott abgeben kann. Und er kümmert sich dann darum. Das hilft ungemein!
6. Hast du einen Lebenstraum? Wo befindest du dich gerade bei der Erfüllung dieses Traums?
Schon als Kind hatte ich den Wunsch in mir, mit der Musik, die ich mache, die Herzen der Menschen Für Gott zu erreichen. Im Moment bin ich wieder mehr dabei Songs zu schreiben. Noch vor einiger Zeit hatte ich irgendwie so ne Art Schreibblockade, dass ich echt nichts mehr zu Papier gebracht und auch nur selten Klavier gespielt habe. Also bin ich mittlerweile wieder auf einem guten Weg. Nur beim Nachaußenbringen meiner Lieder, um wirklich auch Menschen damit anzusprechen, stellt sich für mich noch die Frage, wie das aussehen soll.
7. Auf was bist du besonders stolz – beruflich und menschlich? Was würdest du nochmals anders machen?
Meine Familie, meine Ehe, mein Abi, mein Abschluss und dass ich im beruflichen Bereich auch gute Arbeit leiste.
Ich würde eigentlich gar nicht so vieles anders machen. Vielleicht so Kleinigkeiten, wie: Andere Leistungskurse im Abi wählen, mehr für die Schule tun, Vielleicht hier und da würde ich manch Worte, die ich dem Einen oder Anderen an den Kopf geworfen habe, zurücknehmen…
8. Welchen Rat würdest du einem Menschen geben, der gerade die schlimmste Phase seines Lebens durchmacht? Würdest du dich selbst an deinen Ratschlag halten?
Beten. Vertrauen. Noch mehr beten. Noch mehr Vertrauen.
9. Hast du Erfahrungen mit Gott oder dem Übernatürlichen gemacht?
Ja… Und das nicht nur einmal. Ich merke auch so oft, dass Gott wirklich Gebet erhört.
Ich hab etwas gebetet oder für jemanden und merke schon in weniger Zeit, dass Gott da echt dran gearbeitet hat und es auch ernst nimmt, was ich bete und wünsche.
10. Was ist dein Lebensmotto bzw. Lieblingszitat?
Alle denken anders und doch kommt es anders als alle denken.
Wir planen unser Leben, damit Gott es durcheinanderbringen kann
Aber das macht es wiederum so spannend.
Lydia
Gebet