Jeden Tag kann es soweit sein und der Scheidungstermin wird mir mitgeteilt.
Ein Ende der nervenaufreibenden Beantwortung von Anwaltsbriefen, zutiefst belastender Begegnungen und ein Ende der Anspannung für die Kinder. Den psychischen Stress, den die Kinder mitmachen, wenn sie zwischen Ihren Eltern stehen, kann man oft gar nicht erahnen.
Für mich ist es immer noch unvorstellbar wie sich alles verändert hat.
Wir waren eine Bilderbuch-Familie: … hatten ein großes Haus und einen Garten, einen treu sorgenden Familienvater, keine Finanzprobleme, Urlaub, wohlerzogene Kinder, keine Schulprobleme, Autos, Arbeitsplatz, Freunde …
Dennoch, die Unzufriedenheit und Depression bahnte sich immer stärkere Kreise.
Schmerzen und damit verbundene Freudlosigkeit, Zukunftsängste und nicht umgehen können mit Erwerbsunfähigkeit und damit Verlust der eigenen Identität machten ein Zusammenleben zur täglichen Qual. Schuldzuweisungen und Aggressionen zerstörten jegliches Vertrauen.
Es folgten Unverstanden sein, traumatische Ereignisse, Suizidgedanken und Burn-Out Symptome.
Ich wollte es einfach nicht wahrhaben, aber meine Ehe war ein Trümmerhaufen und machte mich krank.
Nach der Trennung folgte die schlimmste Zeit meines Lebens.
Sicherlich, ich wusste es war nötig gewesen, diese Konsequenz zu ziehen, aber wohin mit all diesen schrecklichen Schuldgefühlen.
Diese Schuldgefühle waren schlimmer als alles was ich zuvor ausgehalten hatte und erschlugen mich fast. Dann noch die wohl gemeinten Ratschläge von Freunden und Kirche.
Wie unendlich dankbar war ich als ich auf meiner Suche nach Heilung und Befreiung eine Internetadresse im Allgäu fand.
Ich fand Menschen denen ich meine Schuldgefühle und Nöte sagen konnte, aber vor allem ich lernte sie zuzulassen, ans Kreuz zu bringen und Vergebung zu empfangen und zu gewähren.
Heute habe ich immer noch viele Schwierigkeiten zu bestehen, aber sie drücken mich nicht zu Boden, denn ich weiß Jesus verurteilt uns nicht. Seine Gnade gilt Dir und mir und er wartet nur darauf dass wir mit aller unserer Not zu IHM kommen. – Sandra

