Seine Eltern sind nationalsozialistischen geprägt. Er wächst als erstes von zwei Kindern in dieser Familie auf. Er erlebt Traumata durch Gewalt physischer und psychischer Form im Eltern- haus, Schule und Beziehungen. Er hat erst im Jahre 2003 erfahren, dass das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ein Auslöser vieler seiner Lebenschwierigkeiten war.
Da er als junger Mann Jesus als seinen Retter kennen lernte und Jesus ihn mit seiner Liebe erfüllte konnte er bis heute Überleben.
Er schreibt folgendes über seinen Lebensweg:
Ausgespuckt von meiner Familie, die mit meinem Anderssein nicht klar gekommen ist. Am Rande der Gesellschaft, vogelfrei, ein Outlaw.
Die Flasche war meine Braut, die ich brauchte, um das Gefühl der Zerrissenheit, das Ge- spanntsein wie ein Bogen loszubekommen.
Jeder Schluck bedeutete Ruhe in meinem Kopf, ja nach der Ruhe sehnte ich mich. Nach Schlaf!
Aber wo ist dieses Paradies. Ich fand es scheinbar nicht.
Gequält von den Albtraumen der Prügel, die mir mein Vater verabreichte, weil ich die Normen der Gesellschaft nicht erfüllte, war jede Nacht ein Taumel durch die Stadt in der ich wohnte. Jeder Tag ein Schrei nach Erlösung, am besten in den Armen von Bruder Tod. Diesen Zustand durfte ich Jahre erleben, zerrissen zwischen Arbeit, Langeweile und Einsamkeit, Drogen, Alkohol und Prostituierten.
Ein Leben ohne Hoffnung, ohne Ziel.
Da wusste ich noch nichts von dem Gott, der sich den Menschen in den Weg stellt. Es war wieder so ein Abend der Verzweiflung, mittlerweile hatte ich mir einen Hund zugelegt, mit dem ich sprechen konnte. Da war auf dem Platz, wo ich mich betrank, ein Zelt. In dieses Zelt wankte ich, ohne viel zu fragen, lies ich mich auf einen Stuhl fallen, um zu hören was dieser komische Anzugträger da vorne zu erzählen hatte.
Dieser Kerl hatte doch die Frechheit mich mit meinem Namen anzusprechen und mir dann alles, was ich so an Blödsinn betrieben hatte, zu erzählen. Er beendete seine Rede mit dem Satz, dass heute hier mein altes Leben enden würde, und ein Neues beginnen würde.
Unter diesen Worten brach ich zusammen, wurde überwältigt von den Verbrechen, die ich begangen hatte der Schuld. Mein Leben gab ich an diesem Abend in die Hände Gottes. Keiner störte sich an dem stinkenden Koloss in den zerrissen Klamotten, den verfilzten Haaren. Alle Anwesenden freuten sich, sie lobten Gott so ganz habe ich es an diesem Abend nicht verstanden.
Es war nur die erste Nacht ohne Albträume, einer Ruhe, die ich nicht gekannt hatte und das war ganz toll.
Das war echt krass, was ich damals mit Gott erlebte. Der Anfang in meinem Glaubensleben war wie wenn man Flugzeuge im Bauch hatte, so richtig liebeskrank. Diese Liebe durchflutete einen mit einem nie gekannten Glücksgefühl, so dass man die ganze Welt umarmen konnte.
Allen musste ich erzählen, was Gott Großes getan hatte, Jesus war am Kreuz gestorben, damit ich Claus der dreckige Sünder leben konnte.
Das war ganz toll, der nächste Schritt die Wiedergeburt erlebte ich so, das nach Römer 6, Vers 17 die Lehre einem ins Herz gegeben wird. Das habe ich mir so vorgestellt, dass flüssiges Metall in eine Gussform hinein gegossen wird. Dass das Wort Gottes als Gussform dient, in der mein Leben hineingegossen wird, und so zur Ehre Gottes verändert. Er hat mich ausgerüstet mit seiner Kraft für einen langen beschwerlichen und dunkeln Weg, auf dem immer irgendwo Gottes Licht leuchtete.
Denn nach diesen tollen Erfahrungen setzten die Schwierigkeiten des alten Lebens wieder ein.
Ich hatte schon immer Probleme mit meiner Aufmerksamkeit, konnte mich nicht richtig auf eine Aufgabe konzentrieren, als Vergleich diente mir immer folgendes Bild der eines Such- Scheinwerfers, der auf einem wackligen Kugelgelenk montiert ist.
Denn bei der kleinsten Ablenkung bewegt sich dieser Scheinwerfer in Richtung des neuen Reizes, so war ich immer enorm ablenkbar, vergesslich, sprunghaft und zerstreut. Ich vergaß sehr viel, machte viele Flüchtigkeitsfehler, vertrödelte viel Zeit. Es fiel mir schwer, gezielt Wissen abzurufen und so war meine Arbeitsleistung inkonstant. Aber erstaunlich war, dass ich mich auf etwas ganz hervorragend konzentrieren konnte, wenn es mich sehr interessierte. So schwankte ich nicht selten zwischen einer „Null-Bock“-Haltung und dem eines „workaholic“.